| Allgemeines zu m-CPP |
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| m-CPP |
| Geschrieben von: dea |
| Mittwoch, den 29. November 2006 um 16:20 Uhr |
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Infos zu m-CPP: Chemische Bezeichnung: Meta-Chlorphenyl-Piperazin = 1-(3-Chlorphenyl)-Piperazin Wirkung: M-CPP ist ein Serotoninrezeptor-Agonist und ist wichtig für die Regulierung der 5-HAT-Rezeptoren, welche einen wichtigen Einfluss auf den psychischen Zustand einer Person haben und dessen Wechselspiel Einfluss auf Depressionen und Angstzustände hat. M-CPP hat eine eher schwach ausgeprägte wahrnehmungsverändernde Wirkung. Es ist die Rede von leichten Glücksgefühlen und optischen Veränderungen. Stärker werden negative Begleiterscheinungen wie Kopfschmerzen, Übelkeit und Kurzatmigkeit wahrgenommen. Konsumenten berichten auch von einer anhaltenden Deprimiertheit in den Tagen nach dem Konsum. Dies ist eine Folge der künstlichen Einflussnahme in das Wechselspiel der 5-HAT-Rezeptoren. Quelle: Newsletter Juni 05, Eve&Rave.net Risiken: M-CPP kann deinen psychischen Zustand längerfristig verändern Depressionen oder auch Angstzustände können mögliche Spätfolgen sein. Mischkonsum zusammen mit MDMA kann zu Krampfanfällen führen! Safer Use Regeln: • Gekaufte Ecstasy Pille antesten, das heisst: 1/2 Pille nehmen ca. 2 Stunden warten und schauen wie sie wirkt! • Bei Verdacht auf m-CPP nie nachspicken, man weiss nicht, welche Nebenwirkungen hohe Dosen m-CPP hervorrufen können. • Vor dem Konsum vom m-CPP ist abzuraten! Meta-Chlorphenylpiperazin [m-CPP]Meta-Chlorphenylpiperazin [m-CPP] gehört zur chemischen Gruppe der Piperazine. Die chemische Bezeichnung ist 1-(3-Chlorphenyl)piperazin. Die Panik und Angst induzierende Wirkung von m-CPP, einem Serotoninrezeptor-Agonist, ist medizinisch gut dokumentiert. Die Substanz m-CPP ist ein Metabolit [Stoffwechselprodukt] des nichttrizyklischen Antidepressivums Trazodon (Trittico®, Desyrel®, Thombran®) und des strukturell und zum Teil auch in seiner Wirkungsweise ähnlichen Antidepressivums Nefazodon (Nefadar®, nicht mehr im Handel) und wirkt vorzugsweise als 5-HT2C-Rezeptor-Agonist (HT = Hydroxytryptamin). Diese Eigenschaft macht die Substanz m-CPP für die wissenschaftliche Forschung interessant, da der 5-HT2C-Rezeptor ein elektrophysiologischer Gegenspieler des 5-HT1A-Rezeptors ist. Eine Stimulation des 5-HT2C-Rezeptors verursacht eine Abnahme der Aktivität des 5-HT1A-Rezeptors. Eine Überstimulierung (Hochregulation) des 5-HT2C-Rezeptors ist meist mit einer (z.T. äußerst heftigen) depressiven Verstimmung verbunden. Deshalb wird die Substanz m-CPP in der medizinischen Forschung zur Analyse des funktionellen Einflusses genetischer Variationen (Genotyp) auf die 5-HT2C-Rezeptorsensitivität (Phänotyp) und die Änderung der Rezeptorsensitivität aufgrund einer medikamentösen Behandlung verwendet. Ziel solcher Untersuchungen an gesunden Probanden durchzuführen ist, die m-CPP-Pharmakokinetik mit Hilfe von neuen mathematischen Modellen zu charakterisieren und in ein pharmakokinetisch-pharmakodynamisches Modell zu integrieren, das die Änderungen der Hormonkonzentration, Befindlichkeit und Verhalten in Abhängigkeit von der m-CPP-Konzentration beschreibt. Eine Deregulierung des Wechselspiels der Funktionalität der 5-HT-Rezeptoren durch eine nicht medizinisch kontrollierte Anwendung von m-CPP kann leicht zu Depressionen, Angstzustände, psychomotorischer Unruhe sowie zur Störung der Sexualfunktionen führen. Gebraucher dieser Substanz verspüren neben der eher schwach ausgeprägten wahrnehmungsverändernden Wirkung der Substanz (Glücksgefühle und optische Veränderungen) vor allem Kopfschmerzen und fühlen sich müde und depremiert und leiden nicht selten mehrere Tage an einer lang andauernden Niedergeschlagenheit. Es wird auch von Nervosität und Schweratmigkeit berichtet und den Konsumenten wird oft übel und sie müssen nicht selten erbrechen. Häufig überwiegen jeweils die negativen und unangenehmen Nebenwirkungen im Vergleich zu den erwünschten Wirkungen, die nur bedingt und schwach zu verspüren sind. Nach dem Konsum von m-CPP kann sich der Urin in eine rostbraune bis rötliche Farbe verfärben. Diese Verfärbung verschwindet wieder nach zwei bis drei Tagen. Wer also solche Pillen konsumiert hat, muß nicht gleich in Panik verfallen, wenn sein (ihr) Urin auf einmal nicht mehr die übliche Farbe hat. Sollte die Verfärbung jedoch länger als drei Tage andauern, dann ist es ratsam, einen Arzt aufzusuchen.
Quellen:Eve & Rave Schweiz, Medienmitteilung vom 12. August 2005 und Pillenwarnung vom 12. August 2005 Saferparty Zürich, Pillenwarnung (E-Mail) vom 18. August 2005 und Pillenwarnung auf Homepage OFDT: Note d'information du 4 août 2005: m-chlorophénylpipérazine (mCPP), nouvelle identification Eine reichhaltige Dokumentation zur m-CPP-Forschung ist im Quellenverzeichnis des Artikels der drei folgenden Autoren zu finden: H. J. Gijsman, A. F. Cohen, J. M. A Van Gerven: The Application of the Principles of Clinical Drug Development to Pharmacological Challenge Tests of the Serotonergic System, in: Journal of Psychopharmacology, Vol. 18, No. 1, 7-13 (2004)
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